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Deutschland
20.05.2009, 08:04 von kleingadmin
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Gartenhäuser

 

Gartenhäuser bei Westfalia

 

Schon in frühen Zeiten der Menschheitsgeschichte wurden Gärten angelegt und eingerichtet, die nicht nur als Nutzgärten dienten. Frühe Hochkulturen legten kunstvolle Hochgärten an, in denen Gartenhäuser bereits eine Rolle spielten. Dabei waren der praktische Nutzen sowie ästhetische Aspekte von  Bedeutung.

 

Aufgrund von Ausgrabungsfunden ist bekannt, dass im alten Ägypten bereits Pavillons und Laubhütten genutzt wurden, dabei ruhten die Pavillons auf Säulen, die ein Holzdach trugen. Sie waren bepflanzt und boten schattige Sitzplätze, oft in der Nähe von Wasserbecken an. Diese Luxusgärten waren allerdings nur einer kleinen Oberschicht vorbehalten und müssen sehr kostenintensiv gewesen sein.

 

Im alten Griechenland pflegten die Griechen neben den Nutzgärten auch großzügige Parkanlagen und Haine, die vor allem der Ausübung des Sports dienten. Neben Tempeln, Statuen und Schwimmbecken gab es auch kleine luftige Gartenhäuser, die zum verweilen und reden einluden. Mit dem Entstehen von städtischen Villensiedlungen entstand auch eine eigene Gartenarchitektur, wo die Innenhöfe der Häuser meist mit Steinmosaiken ausgelegt waren und die Pflanzen in Tontöpfen präsentiert wurden. Neben schattenspendenden Bäumen wurden Grotten, Pergolen und Wasserbecken angelegt, dazu kamen kleine Gartenhäuser, die römischen Tempeln nachempfunden waren.

 

Auch in China und Japan wurden einfache und aufwendigere Bauwerke Teil von kunstvoll angelegten Gartenanlagen, die meist von Teehäusern und den Nachbildungen kleinerer Pagoden geprägt waren. Gartenhäuser aus Holz oder Bambus bildeten kleine Rückzugsmöglichkeiten für kreative Tätigkeiten oder einfach für das gemütliche Beisammensein.

 

Im europäischen Raum spielten großzügig angelegte Gartenanlagen erst ab dem späten Mittelalter eine Rolle. Hier wurden einfache Gartenhäuser für die Aufbewahrung der Gartenwerkzeuge genutzt. Manchmal dienten sie auch zur Unterkunft für Kutscher, Gärtner oder anderes Dienstpersonal.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in Berling erste Kleingärten, die der armen Bevölkerung zur Selbstversorgung mit Kartoffeln und Gemüse dienen sollten. Durch Gartenhäuser konnten die scherzhaft als Laubenpieper bezeichneten Gartenbesitzer zusätzlichen Wohnraum für die Sommermonate gewinnen und ihren Kindern einen sicheren Platz zum Spielen an der frischen Luft bieten.

 

Der Garten ist heute wie damals, als Freifläche für das Spiel sowie zum direkten Erleben der Natur für Kinder noch genauso wichtig. Auch Erwachsene finden hier oft Ruhe, um sich vom hektischen Alltag zu befreien. Gartenhäuser tragen zu einer organisierten Nutzung des Gartens bei und erhöhen den Komfort.

 

Mehr zum Thema Gartenhäuser finden Sie hier.

 

 

 

 

13.07.2009, 13:07 von kleingadmin | 1175 Aufrufe

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